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Die bekannte palästinensische Friedensaktivistin, Christin und Autorin Frau Professor Dr. Sumaya Farhat Naser hat sich im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen einer Knieoperation unterzogen. Die Operation wurde durchgeführt von Dr. med. Roland Henning, leitender Arzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und zugleich niedergelassener Orthopäde im Orthopädiezentrum Hamburg. Im Rahmen der Operation wurde Frau Prof. Farhat-Naser ein künstliches Kniegelenk, ein sog. bicondylärer Oberflächenersatz, eingesetzt, der speziell an die Anatomie des weiblichen Knies angepasst wurde. Dieser geschlechtsspezifische Kniegelenkersatz wird im Albertinen-Krankenhaus mit großem Erfolg implantiert.
Dr. Henning äußerte sich sehr zufrieden mit der Operation und der Genesung seiner Patientin: „Frau Farhat-Naser hat durch das künstliche Gelenk ein Höchstmaß an Bewegungsfreiheit zurückerhalten und kann sich zukünftig weitestgehend schmerzfrei bewegen.“
Albertinen-Vorstand Pastor Dr. Stefan Stiegler, der Frau Farhat-Naser seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist, dankte allen Spendern, die die Kosten der Operation getragen haben, besonders Pastor Hans Beyer vom Diakoniewerk Tabea, der es übernommen hatte, die Spendenaktion zu organisieren.
Sumaya Farhat-Naser wurde am 11. Juni 1948 in Bir Zeit bei Jerusalem geboren. Die palästinensische Christin besuchte die evangelische Internatsschule Talitha Kumi in Beit Jala bei Bethlehem. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Hamburg Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaften, wobei sie vom Evangelischen Studienwerk Villigst gefördert wurde, und promovierte in angewandter Botanik. 1982-1997 war sie Dozentin für Botanik und Ökologie an der palästinensischen Universität Bir Zeit. Von 1997 bis 2001 war sie Leiterin des palästinensischen "Jerusalem Center for Women", das sich gemeinsam mit der israelischen Gruppierung "Bat Shalom" für den Frieden engagiert. Sumaya Farhat-Naser ist bekannt für ihre klaren Meinungsäußerungen gegenüber den Medien und, insbesondere, für ihre verschiedenen Projekte, in denen sie Frauen motiviert, eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes herbeizuführen. Ihr Engagement für den Frieden und ihre literarische Arbeit wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit der Ehrendoktorwürde der Universität Münster (1989), dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte (1995), dem evangelischen Buchpreis (1997), dem Augsburger Friedenspreis (2000) und der Hermann-Kesten-Medaille des P.E.N.-Zentrums (2002). Am 20. März 2011 wird sie in der Erlöserkirche in Stuttgart gemeinsam mit dem Israeli Reuven Moskovitz den AMOS-Preis für Zivilcourage in Kirchen, Religionen und Gesellschaft entgegennehmen. Seit vielen Jahren stehen beide im bestehenden Nahost-Konflikt „beispielhaft, gewaltfrei und prophetisch für Gerechtigkeit und Versöhnung“, so die Jury mit Vertretern aus Kirchen, Politik und Medien in ihrer Begründung.
Zum Albertinen-Diakoniewerk pflegt Frau Farhat-Naser seit längerem freundschaftliche Kontakte und referierte mehrfach in Hamburg-Schnelsen.
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