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Aus der WHO-Erklärung von Ottawa, 1986:
"... Gesundheitsförderung [primordialer Ansatz] zielt auf einen Prozeß, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen..."
(In: Dokumente der Gesundheitsförderung, Franzkowiak / Sabo, 1993)
Gesundheitsförderung ist somit als positives Konzept der Salutogenese abzugrenzen von Strategien zur Vermeidung von Krankheit (Primärprävention) oder Krankheitsfolgen (Sekundärprävention) und Rehabilitation (Tertiärprävention).
Behinderung und Pflegebedürftigkeit im Alter sind auf eine Kombination verschiedener physiologischer, psychosozialer und umgebungsbezogener Faktoren zurückzuführen. Erfolgversprechende Modelle der Prävention im Alter beruhen deshalb auf multidimensionalen Ansätzen.
Eine Anforderung an das Gesundheitswesen ist die Stärkung gesundheitlicher und präventiver Maßnahmen, die auf ein gesünderes Leben und damit auf den Erhalt von Selbstständigkeit und Mobilität bis ins hohe Alter zielen. Die Berücksichtigung des Zugangs zu diesen Angeboten – die Mobilität im Raum – wird bisher vernachlässigt. Im Mittelpunkt dieser Publikation an der Schnittstelle zwischen den Bereichen Geographie, Geriatrie und Gesundheitsförderung/Prävention wird untersucht, welche gesundheitsfördernden Angebote ältere, selbstständige Menschen in der Kommune aus gesundheitlichen, mobilitätsbedingten und räumlich-distanziellen Gründen wahrnehmen. Das Buch beginnt mit theoretischen Grundlagen wie (a) demographische Determinanten der Alterung in Deutschland, (b) gerontologisch-geriatrischen Determinanten und (c) gesundheitsfördernden und präventiven Determinanten für das Alter.
Dapp U: Gesundheitsförderung und Prävention selbständig lebender älterer Menschen: Eine medizinisch-geographische Untersuchung. Kohlhammer, Stuttgart, 2008. ISBN 978-3-17-019328-4
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