Direkt zum Inhalt, zum Hauptmenü.
Im Albertinen-Haus in Hamburg-Schnelsen wurden heute im Rahmen eines Festaktes den ersten 18 Absolventen/innen des Dualen Studiengangs Pflege (Bachelor of Arts) die Urkunden für den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums überreicht. Der Studiengang wird gemeinsam von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) und dem Albertinen-Diakoniewerk e.V. durchgeführt.
Nach vier Jahren Studium und Generalisierter Pflegeausbildung erhalten die Studierenden gleich zwei Abschlüsse: den staatlich anerkannten Berufsabschluss als generalisierte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und einen Bachelor of Arts in Pflege. Das gesamte Studiengangskonzept ist einmalig in Deutschland und als Pionierstudiengang 2006 vom Albertinen-Diakoniewerk und der HAW Hamburg konzipiert worden. Hochrangige Vertreter/innen von Gesundheitsbehörde, HAW Hamburg und dem Albertinen-Diakoniewerk würdigten den Studiengang als ebenso praxisnahe wie zukunftsorientierte akademische Pflegeausbildung.
Signifikantes Merkmal des Studiengangs ist die außerordentlich enge Verzahnung von Theorie und Praxis, da die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in und das Studium über die gesamte Ausbildungs- und Studiendauer von vier Jahren hinweg integriert miteinander verbunden sind. Das übergreifende Ziel des Studiengangs ist es, die Studierenden auf einer wissenschaftlichen Grundlage für die patientennahe Pflegeversorgung von Menschen aller Altersstufen zu befähigen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Ausrichtung auf die Beratung zur Gesundheitsförderung/Prävention. Das Studienangebot orientiert sich in Aufbau, Struktur, Inhalten und Qualifikationszielen an internationalen grundständig qualifizierenden Pflegestudiengängen.
Senator Dietrich Wersich, Präses der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz: „Die Anforderungen an die medizinische und pflegerische Versorgung werden immer komplexer. Deshalb brauchen wir Pflegekräfte, die komplexe Pflegeprobleme mit einem wissenschaftlichen Verständnis analysieren, lösen und letztendlich die Pflege im Interesse der Patienten auch weiterentwickeln können. Diese Kompetenz kann im Rahmen des dualen Studiengangs entwickelt werden. Das Ungewöhnliche und in gewisser Hinsicht Wegweisende an diesem dualen Studiengang ist die konsequente Umsetzung eines integrierten Ausbildungs- und Studienkonzeptes. Erstmalig führen eine Berufsfachschule und eine Hochschule nicht nur eine gemeinsame Ausbildung, sondern auch eine gemeinsame Abschlussprüfung durch.“
Prof. Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals, Vizepräsidentin HAW Hamburg: „Wir sind als praxisorientierte Hochschule für Angewandte Wissenschaften stolz auf diese Kooperation mit dem Albertinen Diakoniewerk e.V., dem sein guter Ruf als hoch kompetente medizinische Einrichtung vorauseilt. Die Zusammenarbeit unserer zwei Einrichtungen verstärkt unsere Kompetenzen und Stärken synergetisch und schafft das längst eingeforderte zukunftsorientierte Studienmodell einer akademisierten Pflege. Wissenschaft wird von Menschen gemacht, und hier sind Hamburger Persönlichkeiten aufeinander zugegangen, um Brücken zwischen renommierten Einrichtungen aufzubauen, um etwas Neues zu schaffen. Ich empfinde diese Aktivität als vorbildlich und begrüße sie ausdrücklich.“
Pastor Dr. Stefan Stiegler, Vorstand Albertinen-Diakoniewerk e.V.: „Die Pflege hatte in Albertinen von Anfang an einen besonderen Stellenwert, weil für uns die besondere Zuwendung und Nähe zu Patienten und Bewohnern ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist. Deshalb sind wir der Ansicht, dass gerade angesichts des drohenden Fachkräftemangels und der immer höher werdenden Arbeitsverdichtung in der Gesundheitswirtschaft in die Verbesserung der Pflegequalität investiert werden muss: Der Duale Studiengang Pflege in Kooperation mit der renommierten Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg ist eine solche Investition in die Zukunft, weil er Menschen dazu befähigt, den Pflegealltag wissenschaftlich zu reflektieren und so die Grundlage zu schaffen für eine weitere Verbesserung der Pflegequalität.“
Verena Schmidt, Absolventin: „Den Pflegeberuf gleichzeitig in Form einer Ausbildung und einem Studium zu erlernen, garantiert ein Höchstmaß an Praxis, verbunden mit dem notwendigen Blick über den Tellerrand hinweg. Ich freue mich, zu den ersten Absolventinnen dieses Studiengangs zu gehören und fühle mich für die zukünftigen Aufgaben gut gewappnet.“
© Albertinen-Diakoniewerk e.V. | Impressum | Datenschutz | Intern