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19.07.2010 | Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus
Premiere in Hamburg: Entfernung der Gebärmutter durch den Bauchnabel

Im Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf wurde am 12. Juli 2010 erstmals in Hamburg eine Gebärmutter über lediglich einen Zugang durch den Bauchnabel entfernt – sichtbare Narben werden so vermieden. Dr. Wolfram Czopnik, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Dr. Thomas E. Langwieler, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie operierten eine 45jährige Patientin, die unter starken Blutungen (Hypermenorrhoe) litt, nach dem Verfahren des sog. Transumbilikalen Single Port Access. Dabei werden die speziellen Instrumente und die Kamera mittels eines sog. Tri-port durch lediglich einen Schnitt in der Tiefe des Nabels in die Bauchhöhle eingeführt - bislang waren drei bis vier Zugänge und damit Schnitte nötig. Die anspruchsvolle Operation dauerte 97 Minuten. Der Vorteil der Operationsmethode, die für die Zukunft neue Möglichkeiten eröffnet, ist nicht allein kosmetischer Natur: Die Wunde heilt schneller und es besteht auch eine geringere Infektionsgefahr.

Das Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus verfügt über eine besondere Expertise im Bereich der sog. Schlüssellochchirurgie: Es ist Europäisches Referenzzentrum für die Minimal Invasive Chirurgie; operiert wird in einem hochmodernen Operationssaal. Die Klinik zählte bundesweit auch zu den ersten Häusern, in dem die Gallenblase durch den Bauchnabel entfernt wurde.



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